r/antiarbeit • • 10d ago

Wo finde ich wirklich Hilfe?

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Hallo,

mein Post erscheint sicherlich erstmal komisch.

Ich bin seit Jahren Psychisch erkrankt und war Zwischendurch auch Arbeitsunfähig laut Gutachter.

Ich habe nichts vorzuweisen an Ausbildungen etc. vorweg - wenig Arbeitserfahrung.

Ich bin nun seit 3 Jahren beim Jobcenter.

Seit 2 Jahren könnte ich mir einen Home Office Job vorstellen.

Mittlerweile auch einen Minijob/Teilzeitjob.

So, eigentlich habe ich immer gedacht beim Jobcenter hilft man mir.

Aber nö.

Es dreht sich alles im Kreis und meine erste Sachbearbeiterin hat mich förmlich krank geredet.

Da sind Aussagen gefallen die Rückblickend nicht OK waren.

So, ich habe viel Therapie gemacht und mich reflektiert.

Ich brauche jemanden der mich im Bewerbungsprozess unterstützt und gegebenfalls den Betrieb mal anschaut und wir über meine Situation sprechen.

Das hilft mir ungemein.

Ich habe bislang nur Jobs gemacht die über ein lockeres Verhältnis entstanden sind.

"Guckst dir Montag mal an und dann wirst du sehen ob es dir gefällt."

Fertig.

Alle waren immer super zufrieden.

Ich brauche aber irgendwie am Anfang eine persönlichere Betreuung?

Ich habe auch Autistischen Tendenzen, vermutlich hängt das damit zusammen.

Ich habe nun einen Job gefunden.

Heute mit meinem Sachbearbeiter telefoniert.

Der Job ist auch auf deren Seite.

Ja, kann er mir nicht helfen.

Dafür ist er nicht da.

Hä? Wofür dann? Warum komme ich seit 3 Jahren immer wieder hier her? Hä?

Ich Dreh mich im Kreis.

Ich weiß nicht wie ich diese Hürde überwinden soll.

Ich dachte es sei nicht so schwer mit dem passenden Stellenangebot und dann hilft mir das Jobcenter bei der Vermittlung, aber Nein.

Er meinte man Telefon selbst dass der Job doch super klingt!

Eine Bekannte arbeitet dort auch und hat gutes erzählt.

Er meinte aber gleich sowas solle ich garnicht erwähnen und nichts über die klären, das mache einen schlechten Eindruck.

Dabei wäre sie ja irgendwie auch noch gegebenfalls eine passende Vermittlerin gewesen?

Ich denke ja, es ist schwierig mit mir.

Aber es muss doch eine Lösung geben?

Ich möchte und ehrlicherweise habe ich langsam nach jedem Gespräch mit dem Jobcenter depressive Episoden, weil warum reden wir miteinander, wenn er mir scheinbar nicht helfen kann?

Ich habe auch noch 2-3 andere Stellenangebote gefunden, welche ich als passend empfinde aber ich schaffe das einfach nicht Allein.

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11 comments sorted by

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u/Unhappy_Researcher68 10d ago

Ist bei dir ein GdB festgestellt worden? Oder mal angedacht? Dann öffnen sich ein paar Türen id dem Ämtern was förderung angeht.

Bei der ganzen Sache kann ich Persönlich den VDK als Sozialverband empfehlen.

Du kannst übrigens auch um eine andere(n) Sachbearbeiter bitten. Das ist im allgemeinen problem los möglich.

Leider hast wenig konkretes geschrieben wobei du gerade hilfe Brauchst.

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u/Hansoloflex420 10d ago

Grad der Behinderung für alle die nicht googeln wollen wie ich

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u/Decent_Trust_248 10d ago

GdB Nein. Mir wurde mal von einer anderen Seite abgeraten. Aber so langsam Frage ich mich auch, ob das nicht Sinn macht. Ich bin manchmal wirklich eingeschränkt und brauche Hilfe.

Aber ja, ich brauche jemanden der mich im Bewerbungsprozess mich wirklich an die Hand nimmt und das mit mir zusammen durch steht. Wenn das geschafft ist und der erste Tag ansteht, ist es kein Problem. Geh ich allein hin, arbeite zuverlässig. Aber das davor! Ich habe aber das Gefühl das verstehen die seit 3 Jahren nicht?

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u/Unhappy_Researcher68 10d ago

Da würde ein GdB vermutlich wirklich helfen. Sprich das mal bei deinen Ärzten an.

Für schwerbehinderte gibt es extra Programme. Auch was ggf. Ausbildung angeht.

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u/Hotzenfobel 10d ago

Wo brauchst du Hilfe? Beim schreiben der Bewerbung? Vorstellungsgespräch?

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u/Decent_Trust_248 10d ago

Genau, eben dem Bewerbungsprozess. Danach läuft alles allein und selbstständig bei mir.

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u/Hotzenfobel 10d ago

Dann bitte doch deinen Sachbearbeiter oder wie auch immer er sich beim Jobcenter nennt um ein Bewerbungstraining , da kannst du unter Anleitung/Hilfe deine Bewerbung schreiben und überprüfen lassen.

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u/Decent_Trust_248 10d ago

Ich glaube eben das alleine reicht nicht, ich brauche wirklich eine intensive Betreuung. Jemand der mich wortwörtlich an die Hand nimmt. Ich bekomme wirklich starke Panikattacken bei dem Thema. Es ist einfach so belastend. Ich habe mich mittlerweile soweit gefestigt dass ich weiß ich kann arbeiten. Ich habe glücklicherweise keine Panik mehr bei dem Gedanken. Seit 3 Jahren probiere ich dass so zu kommunizieren...Ich hab auch vergleiche gebracht wie es bei meinen letzten Stellen lief, aber hmpf. Ich war sogar schon mal bei einer Reha Beraterin bei der Agentur für Arbeit, sogar mit Begleitung aber wir hatten beide den Eindruck dass die darauf keine Lust haben. Zwischendurch musste ich sogar mal einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen.

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u/Kuttenneid 10d ago

Bin selbst eingeschränkt und hab aufgrunddessen Kontakt zu einigen Menschen mit Einschränkungen /Behinderungen/Krankheiten. Einige haben Berufsrehabilitation gemacht (vom Jobcenter gefördert) und das hat richtig gut was gebracht. Auch zum Einschätzen was so möglich ist und was nicht. Und bei manchen Programmen wird mit Arbeitgebern zusammengearbeitet, bei denen man in kleinem Umfang und Betreuung anfangen kann zu arbeiten und sich mit der Zeit hochsteigert und übernommen wird, wenns passt. Bei manchen Leuten aus meinem Umkreis wars dann trotzdem noch zu viel und sie hattens abgebrochen und Klinikaufenthalt oder Therapie noch gemacht. Andere fandens super und haben auch andere Leute dadurch kennengelernt. Allgemein kann ich empfehlen sich mit Menschen zu vernetzen, die ähnliche Erfahrungen und Hürden haben und sich über deine Probleme auszutauschen. Gerade als eingeschränkte Personen ist nach Hilfe zu fragen oder sich mitzuteilen oft schwer für uns, aber ich kann sagen, dass es mir schon oft sehr doll weitergeholfen hat im Leben, auch in allgemeinen Lebensfragen wie Beschäftigung oder Ämtern.

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u/bebifroeg 8d ago

GdB solltest du zusammen mit VdK probieren und such mal nach ambulant betreutem Wohnen in deiner Nähe. Das hat Freunden von mir geholfen.

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u/Bulky_Ambassador 7d ago

Der sozialpsychatrische Dienst deiner Stadt/Gemeinde kann dich sicherlich gut beraten und dabei unterstützen, dass du Unterstützung durch bspw. einen Sozialarbeiter bekommst. Kurze E-Mail oder Anruf, um deine Situation zu schildern und dann werden die dir sicherlich zeitnah einen Beratungstermin geben.

Du kannst dich alternativ auch an Caritas, SKM & Co wenden, also die sozialen Einrichtungen der Kirchen. Gibt es in fast jeder größeren Gemeinde/Stadt. Deine eigene Religion/Konfession ist denen dabei übrigens völlig egal, falls du Sorge hast deswegen.

Alles Gute!